Die E-Zigarette, oft auch als elektrische oder elektronische Zigarette bezeichnet, ist eine Zigarette die im Unterschied zur herkömmlichen Zigarette nichts verbrennt, sondern nur eine Flüssigkeit verdampft , die inhaliert wird. Der inhalierte Dampf ähnelt von seinem sensorischen Empfinden dem Rauchen. Doch wie funktioniert die E-Zigarette eigentlich? Was genau wird verdampft? Wie steht es mit den Gesundheitsrisiken?
Wie funktioniert die E-Zigarette?
Fast alle E-Zigaretten die im Jahr 2011 erhältlich waren beruhen auf dem Prinzip der Verdampfung. Die zu verdampfende Flüssigkeit wird hier durch die Kapillarwirkung des Metallgeflechts oder des Glasfaserdochtes zu einer Heizspirale geleitet. Die kleine Heizspirale wird, je nach Modell, entweder mit Hilfe eines Unterdruckschalters beim Ziehen an der E-Zigarette automatisch, oder auch manuell durch eine gedrückte Taste, beheizt.
Die Laufzeit des Akkus der E-Zigarette ist unterschiedlich. In der Regel kann die Zigarette bei normaler Nutzung etwa einen Tag ohne Aufladung verwendet werden.
Woraus besteht die Flüssigkeit?
Die Flüssigkeit, die in einer elektronischen Zigarette verdampft wird, bezeichnet man als Liquid. Das Liquid besteht aus Wasser, Konservierungsstoffen (wie zum Beispiel Benzylalkohol, Glycerin und Propylenglycol) in verschiedenen Mengen und dient als Trägerflüssigkeit, Nikotin und künstlichen Aromastoffen. Allerdings sind auch Liquide ohne Nikotin und Aromastoffe verfügbar. Erhältlich sind die Liquide entweder in sofort gebrauchsfertigen Depots, in flüssiger Form zum Wiederbefüllen der Depots oder um sie direkt auf den Verdampfer zu träufeln.
Bestehen zusätzliche Gesundheitsrisiken?
Da bei der Nutzung einer E-Zigarette nichts verbrannt wird, nimmt der Verbraucher auch keinen Teer auf. Allerdings enthalten die Liquide zum Teil Nikotin und weitere Bestandteile. Jeder Raucher ist sich bewusst, dass Nikotin nicht ungefährlich ist. Zusätzliche Gesundheitsrisiken sind bei der elektronischen Zigarette jedoch noch nicht bekannt.
Experten vermuten, dass eine elektrische Zigarette, auf Grund der nicht stattfindenden Verbrennung des Tabaks, weniger schädlich ist als eine herkömmliche Zigarette. Da bei der Verbrennung von Tabak rund 4.000 unterschiedliche Stoffe verbrannt und auch inhaliert werden.
Bei einer Studie der Boston University School of Public Health kam heraus, dass der Dampf einer E-Zigarette etwa tausendmal wendiger krebsauslösende Stoffe enthält als der normale Tabakrauch. Weitere Untersuchungen um die möglichen Gefahren der E-Zigarette zu erkennen, sind geplant.
Wo darf die E-Zigarette benutzt werden?
Die E-Zigarette darf in Deutschland frei verkauft werden und unterliegt keinerlei Beschränkungen. Auch die Liquide können frei erworben werden. Dies ist in den meisten Mitgliedsländern der EU ebenso der Fall. Die E-Zigarette gilt als Genussmittel und darf frei verkauft werden. Nur in manchen Ländern wird über die Einteilung der elektronischen Zigaretten diskutiert und man versucht sie als Arzneimittel zu deklarieren.
Ebenso uneinheitlich ist die Benutzung einer elektrischen Zigarette zum Beispiel auf Flügen. Während die irische Fluggesellschaft Ryanair die Benutzung der rauchlosen Zigaretten erlaubt, ja auf ihren Flügen sogar anbietet, verbietet die Air Canada und auch die USA auf allen Flügen den Gebrauch von E-Zigaretten. Auf den meisten Flügen ist die Benutzung jedoch weder ausdrücklich untersagt noch erlaubt.
Auch im deutschen Bahnverkehr ist die Benutzung der elektronischen Zigarette in bestimmten Zügen untersagt. Noch strenger geht man mit der E-Zigarette in den Vereinigten Staaten um. Dort ist der Gebrauch von elektrischen Zigaretten sowohl in allen Zügen, als auch auf den Bahnhöfen verboten. Man sollte deswegen nicht davon ausgehen, dass die elektronische Zigarette durch den fehlenden Qualm auch in Nichtraucherbereichen erlaubt ist. Köln verbietet zum Beispiel generell den Gebrauch der E-Zigaretten in Gaststätten.
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